Beteiligt Euch am Jahresthema Jugend
Meine Zeit - Meine Welt
Jahresthema 2015

Meine Zeit - Meine Welt
Andreas Neumann: Bildungsstreik, Köln, 2010
A l l e sind eingeladen, sich am Jahresthema Jugend »Meine Zeit – meine Welt« zu beteiligen. Es können Einzelfotos, Serien, Montagen, Collagen oder Plakate und Videos (max. fünf Minuten) eingereicht werden – in Farbe oder s/w.
Meine Zeit - Meine Welt
Senne Glanschneider: Berlin, Alexanderplatz, 1992
Wir brauchen Alltagsreportagen aus der Sicht des Alltäglichen und Allnächtlichen, Lichtbilderbücher und Zelluloid-Streifen mit Lichtblicken und Perspektiven, die immer erst entstehen können und keine neuen Trugbilder sind, wenn Ihr Youngsters Eure Lage wirklich erkennt und nicht nur unter ihr begraben bleibt, verschüttet werdet... Ihr könnt Euch erheben, dass die Objektive die Lage in den Fokus kriegen und Ihr Euch eine Übersicht, eine subjektive mit Objektiv objektivierte Übersicht verschafft. Zeigt Eure Wünsche, Sehnsüchte, Probleme beim Leben, Arbeiten, Spielen, Tanzen ...

Mir kommt es bei diesem Projekt weniger auf die Endprodukte als auf den Prozess an, auf das in Gang setzen von bereits vorhandenen Potenzen. Wer Bock darauf hat, dabei zu sein, oder welche kennt, die darauf Bock hätten, soll einfach mitmachen und den Flyer und die Info weiterleiten. (Hartmut Barth-Engelbart zu „Jugend und Zukunft“)
Meine Zeit - Meine Welt
Anneliese Fikentscher: Köln, Friedenskundgebung nach dem 11. September 2001
Noch nie war Fotografieren für Jugendliche so einfach wie heutzutage. Fast jeder – schon zwölf/dreizehn jährige – besitzen ein Smartphone oder ein Tablet (oft sogar beides), womit sich redlich gute Bilder machen lassen. Oft werden diese Bilder gleich an Freunde verschickt oder auf Facebook gepostet, um andere teilhaben zu lassen, wo man gerade ist, oder was man gerade macht. Im Augenblick „berühmt“ sind sogenannte Selfies.

Man kann dies alles natürlich als Schnickschnack abtun, aber vielleicht lohnt es sich doch einmal, genauer hinzuschauen, was auf den Fotos zu sehen ist und was Jugendliche als wesentlich erachten – denn es ist möglich, daß uns gerade diese Bilder ein authentisches Zeitbild geben. Jugendliche in ihrem Umfeld, gesehen durch die Augen anderer Jugendlicher.

Zu den Jugendlichen sage ich: Fotografiert bitte weiter so, wie Ihr das immer macht, aber vergesst nicht, den Alltag (zu Hause, in der Schule, an der Uni, beim Sport, bei der Arbeit, bei Festen, bei Veranstaltungen und beim Ausgehen) festzuhalten. Auch eventuell simple Geschehnisse und ganz normale Straßenszenen können später von heute nicht einzuschätzender Aussagekraft sein. Nicht nur Ihr selbst, sondern auch Eure Umgebung soll Teil Eurer Bilder sein.

Mein Rat zum Schluss: lösche nie alle Bilder, heb einige auf, drucke sie ggf. aus. Denn was heute „stinknormal“  ist, betrachtet man in 10, 15 oder gar 50 Jahren mit völlig anderen Augen. Dann wird es heißen: „Das ist typisch Anfang des 21sten Jahrhunderts.“ Ein Zeitbild ist geschaffen! (Riet Klarenbeek zu „Jugend und Fotografie“)
Meine Zeit - Meine Welt
Anneliese Fikentscher: Münchner Sicherheitskonferenz 2002
1914 bis 1918 tobte in Europa und darüber hinaus der Erste Weltkrieg mit dem Ergebnis von zahllosen toten und verkrüppelten Soldaten und Zivilisten sowie unvorstellbarem Leid und Zerstörung von Häusern und Kulturgütern. Vor allem für unzählige, besonders junge Menschen endeten in den sinnlosen, industriell geführten „Abnutzungsschlachten“ die positiven Lebensaussichten.

Gewiss, Viele – vor allem in den Städten – waren anfangs fasziniert und begeistert, sich in dem kommenden „Abenteuer“ zu beweisen, für ihr Land, Gerechtigkeit und Ehre zu kämpfen und als `Held´ zu sterben. Sie glaubten den gesellschaftlichen Autoritäten und der Propaganda in Zeitungen sowie den überwiegend inszenierten Fotos und Filmen, die ihren Einsatz für unausweichlich und gut erscheinen ließ. Außerdem würden sie ja nach den erfolgreichen Einsätzen noch vor Weihnachten wieder zu hause sein.

Bezeichnend für den Ersten Weltkrieg war, dass es dafür keine wirkliche Notwendigkeit gab und von den daran beteiligten Ländern keine oder nur ungenügende Initiativen ausgingen, diesen zu verhindern oder zu beenden. Hier bestehen Parallelen zu heutigen Konflikten: Ukraine, Palästina, Irak, u.s.w. Es gibt immer Gründe für Konflikte aber auch deeskalierende Möglichkeiten. Wenn aber die „Alten“ sich nicht einigen, müssen die „Jungen“ ihren Kopf hinhalten. (Christian Fiege zu „Jugend und Krieg“)
Schickt uns die Einsendungen bitte auf Datenträger in maximaler Auflösung und gebt uns die folgenden Angaben:
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Mit der Unterschrift erklärt sich jede Einsenderin und jeder Einsender mit den Teilnahmebedingungen einverstanden, versichert, dass sie oder er die Rechte an den eingereichten Arbeiten besitzt und diese durch den Bundesverband Arbeiterfotografie e.V. veröffentlicht und ggf. bearbeitet werden dürfen.
Bitte Eure Beiträge an folgende Adresse senden:
Galerie Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie
"Jahresthema Jugend"
Merheimer Str. 107
50733 Köln
Einsendeschluss ist der 30.9.2015
Flyer zum Download als PDF

Faltblatt Jahresthema Jugend

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